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Aktuelles vom Hof Morthorst

Ems-Vechte-Welle: Vorteile des Bunten Bentheimer Schweins

Veröffentlicht am 26.08.2015

Interview bei der Ems-Vechte-Welle zum Thema "Das Bunte Bentheimer Schwein"

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Das bunte Bentheimer Schwein

Veröffentlicht am 19.06.2015

Markus Morthorst hat mit ein wenig Verspätung zu seiner wahren Bestimmung gefunden. Als einer von mehreren Söhnen auf einem Bauernhof im Artland bei Quakenbrück hatte er zwar schon immer Spaß an der Landwirtschaft und dem Umgang mit Tieren. Aber nach der Schule machte er zunächst eine Lehre als Großhandelskaufmann und arbeitete im Büro. Es gab ja genügend andere Hofnachfolger. Mit 28 machte ihm der erlernte Beruf immer weniger Spaß und er schulte zum Fleischer um. Inzwischen verkauft er die besten Produkte vom Bunten Bentheimer Schwein auf den Märkten der Region.

Nicht nur, aber gerne und viel Fleisch von den Swatbunten liegt in der Auslage seines Verkaufswagens, mit dem er die Wochenmärkte in Lingen, Haselünne, Bramsche, Damme, Meppen, Wildeshausen, Cloppenburg und Sögel ansteuert. Leberwurst, Teewurst, Kotlett, Wiener Würstchen, Schulter, Bauch und Nacken: Die Kunden mögen es und stehen nicht selten Schlange.

Aber bis Morthorst so weit war, hat es einige Jahre gedauert. Mutter Annegret hatte jahrelange Erfahrung auf Wochenmärkten, wo sie Gemüse verkaufte. Und irgendwann wurde den Morthorsts klar: Es fehlte praktisch überall ein außergewöhnliches Fleischangebot. Da der Hof im Artland immer schon Schweine beherbergte und das Milchvieh abgeschafft wurde, stellte sich die Frage: Wie weitermachen? Die normalen Hybridschweine, die Familie Morthorst auf der Weide und im Strohlaufstall hielt, brachten auf dem Schlachthof weniger Geld als Stallschweine - "sie bekommen mehr Speck durch die Außenhaltung", sagt Markus Morthorst.

Man brauchte also eine Alternative für Hof, Weide und Stall, und weil im Nachbarort ein Bentheimer-Halter arbeitete, konnte man von ihm Tiere übernehmen. "Am Anfang war es schwierig", erinnert sich Morthorst. Nach der Fleischerlehre arbeitete er deshalb zunächst noch in einer Wurstfabrik und baute nebenbei den Kundenstamm für de eigenen Schweine auf.

Heute betreibt sein Bruder Volker die Landwirtschaft und hält neben Hybridschweinen auch acht Bentheimer Sauen, einen Eber und den Nachwuchs. "Hätten wir nur Bentheimer, könnten wir den Speck nicht verarbeiten. Es wäre wohl etwas zu viel", sagt Morthorst. Dass die Rasse aber insgesamt zu fett wäre, findet er nicht. "Das Fleisch hat einen festen Biss, ist anders marmoriert und selbst der Speck ist richtig lecker, wenn man ihn gut zubereitet." Morthorst hat den direkten Vergleich zu den eigenen Hybridschweinen und ist sicher: "Die Bentheimer schmecken einfach viel besser."

Aber diese Qualität at ihren Preis - die Ferkel leben länger und müssen mit energiearmen Grundfutter wie Hafer, Runkelrüben, gedämpften Kartoffeln oder Grassilage vom eigenen Hof davon abgehalten werden, zu schnell groß zu werden. "Die Bentheimer haben immer Hunger. Se fressen selbst dann noch, wenn die anderen schon liegen", sagt Morthorst. Nebenbei seien sie gute Futterverwerter, genügsam und sehr mütterlich. Und robust. "Vor ein paar Jahren fragte unser Steuerberater nach den Tierarztrechnungen für die Schweine. Wir waren selbst überrascht, aber wir hatten pracktisch keine."

Familie Morthorst tut vel für die Qualität ihrer Fleischprodukte, aber wird das vom Kunden auch honoriert? "Bis zu einem gewissen Grad ja", sagt Markus Morthorst. "Aber auf dem Land darf man die Preisschraube nicht überdrehen."

Quelle: Buch: Das Bunte Bentheimer Schwein - Tobias Böckermann

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